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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 30.07.2008
 

bpv wünscht sich im neuen Schuljahr für ein starkes gegliedertes Schulsystem den Rückhalt einer starken Staatsregierung

 

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat der  bayerischen Staatsregierung bescheinigt, mit ihren gestrigen Ankündigungen zur Bildungspolitik auf dem richtigen Weg zu sein. „Der Reformbedarf ist richtig erkannt, die Zielsetzung stimmt“, sagte der bpv-Vorsitzende in München. Als Grundbedingung für das Gelingen der ambitionierten Ziele werde es aber auch wesentlich darauf ankommen, den für die Reformen notwendigen Finanzbedarf zur Verfügung zu stellen und nicht zuletzt auch genügend qualifiziertes Personal insbesondere für die weiterführenden Schularten zu finden. „Das wird nicht von heute auf morgen gehen“, ist sich Schmidt klar. So werde es angesichts des Lehrermangels realistisch gesehen noch bis zum Jahr 2011 dauern, bis mit einer echten Verbesserung der Lehrerversorgung und spürbar kleineren Klassen an Gymnasien und beruflichen Oberstufen gerechnet werden könne.

Philologenverband auch im kommenden Schuljahr konstruktiver Partner der Politik  - Kritik an Abkehr des BLLV vom gegliederten Schulwesen

Zugleich kündigte Schmidt an, dass sich sein Verband auch im kommenden Schuljahr sehr aktiv an den schul- und berufspolitischen Diskussionen beteiligen werde und dafür sorgen wolle, in sämtliche Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden: „Dass jede Staatsregierung gut beraten ist, vor jeder Entscheidung auf die im Philologenverband versammelte Kompetenz und Erfahrung von weit über 20.000 Praktikern zurückzugreifen, haben die Erfahrungen bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums gezeigt“, bekräftigte Schmidt den Anspruch seines Verbandes. Insgesamt, so Schmidt bilanzierend, habe man ein sehr schwieriges Schuljahr hinter sich gebracht; unter den gegebenen Rahmenbedingungen sei es nicht immer einfach gewesen, für Schülerinnen und Schüler aller Schularten das bestmögliche an Bildung und Förderung zu sichern. Dazu beigetragen hätten nicht nur bekannte Schwierigkeiten wie der Lehrermangel. Ein Problem sieht der Philologenverband auch darin, dass inzwischen nicht mehr alle bayerischen Lehrerverbände an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, die verschiedenen bayerischen Schularten zu verbessern. So versteht sich die neue Führung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) offensichtlich als Promoterin der Gesamtschule. „Hinsichtlich des besseren Schulsystems kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein“, so der bpv-Vorsitzende, „dass die neue Liebe des BLLV für die Gesamtschule damit einhergeht, nun die weiterführenden Schularten Bayerns nach Kräften schlechtzureden, halte ich aber nicht nur für realitätsfremd, sondern auch für unredlich.“ Der Bayerische Philologen-verband bewertet den Versuch des BLLV, über das Etappenziel Regionalschule zur Einheitsschule und damit zu einer höheren Einheitsbezahlung für seine Klientel zu kommen, vornehmlich als eine neue Strategie, bislang nicht erreichte berufspolitische Forderungen endlich durchzusetzen. An Eltern und Schülern appellierte Schmidt daher, sich von den Attacken des BLLV gegen das bayerische Schulwesen nicht irritieren zu lassen. „Unser Schulsystem ist nicht nur trotz unbestrittenen Reformbedarfs in Einzelbereichen mit das beste in Deutschland, sondern auch international konkurrenz- und zukunftsfähig. Das zeigen die Ergebnisse vieler wissenschaftlicher Studien und die Erfahrungen von Hochschulen und Betrieben im In- und Ausland“, betonte Schmidt abschließend.


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, E-Mail: Pressestelle des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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