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Die Festlegung von
Kursobergrenzen für Seminar- und Abiturfächer der Oberstufe im
achtjährigen Gymnasium hat der Vorsitzende des Bayerischen
Philologenverbandes Max Schmidt gefordert: „15 Teilnehmer in den
beiden Seminarfächern und 20 in den Abiturfächern sind die
Obergrenze des Machbaren. Bis zu diesen Größen kann ein
vernünftiges Arbeiten mit der individuellen Betreuung der Schüler
durch die Lehrkräfte gewährleistet werden.“
Schmidt erinnerte daran, dass
die Staatsregierung bei der Neukonzeption der gymnasialen
Oberstufe wesentliche Eckpunkte eines Modells aufgegriffen habe,
das der Bayerische Philologenverband vor mittlerweile fünfzehn
Jahren entwickelt hat: Seit 1993 forderte der bpv das
Fünf-Fächer-Abitur mit den verpflichtenden Prüfungsfächern
Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache, die Einführung von
Seminaren und den Unterricht im Klassenverband in der Oberstufe.
Allerdings setzte das Konzept des Philologenverbandes ein
neunjähriges Gymnasium voraus. Vor dem Hintergrund eines
gestrafften Gymnasiums hänge der Erfolg des neuen
Modells noch stärker davon ab, dass gute Rahmenbedingungen ein
intensives Arbeiten und eine optimale Abiturvor-bereitung sichern.
„Wenn die Vorbereitung auf ein Studium und der Übergang in die
Hochschulen und das Berufsleben reibungsloser als bisher gelingen
soll, muss für die Oberstufe gelten: persönliche Betreuung in
kleinen Klassen. Denn nur wenn die Qualität des Gymnasiums weiter
stimmt, besteht die Chance, dass die Abiturienten tatsächlich
früher und erfolgreich in Studium und Beruf einsteigen können“,
mahnte Schmidt auch unter Verweis auf die derzeitige Diskussion um
Stunden- und Inhaltskürzungen am achtjährigen Gymnasium
abschließend. |