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„Mit dem Konzept der 2009
beginnenden gymnasialen Oberstufe sind wir Lehrer grundsätzlich
einverstanden. Ob es aber auch erfolgreich umgesetzt werden
kann, wird maßgeblich von den Rahmenbedingungen abhängen, unter
denen Schüler und Lehrer arbeiten können“, sagte der Vorsitzende
des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt am Montag
anlässlich der Vorstellung der neuen Oberstufe für das
achtjährige Gymnasium durch Kultusminister Schneider. Die
anspruchsvolle neue Struktur, die als Abschluss nun ein
Fünf-Fächer–Abitur beinhaltet, erfordert nach Schmidt eine klare
Begrenzung der Schülerzahlen: „Mit seiner heutigen Festlegung
auf maximal 15 Teilnehmer in den beiden Seminaren erfüllt
Kultusminister Schneider eine wichtige Forderung des
Philologenverbandes. Diese Obergrenze ist nicht nur ein
pädagogisches Erfordernis, sondern für den Freistaat auch ohne
deutlichen Mehraufwand finanzierbar. Das gilt auch für die von
uns ebenfalls als verbindliche Höchstgrenze gewünschten 20
Schüler in den Abitur- und 25 Schüler in den anderen Fächern.
Bis zu diesen Größen kann ein vernünftiges Arbeiten mit der
individuellen Betreuung der Schüler durch die Lehrkräfte
gewährleistet werden. Und dann besteht auch die realistische
Chance auf eine bessere Studien- und Berufsvorbereitung für
unsere Schulerinnen und Schüler“, betonte der bpv-Vorsitzende.
Kein
schwereres Abitur als bisher erwartet
Befürchtungen, dass das
bayerische Abitur schwerer als bisher werde, teilt Schmidt
nicht: „Die Einführung des Fünf-Fächer–Abiturs wird bayerische
Schüler nicht benachteiligen. Allein schon durch die zukünftig
stärkere Berücksichtigung praktischer Arbeiten und mündlicher
Leistungen für das Gesamtergebnis werden weder die Abiturnoten
nach unten, noch die Durchfallerquoten nach oben gehen“,
prognostizierte der bpv-Vorsitzende. |