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Der Vorsitzende des Bayerischen
Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat den neuerlichen Versuch
des Präsidenten des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV),
das bayerisches Schulsystem kaputtzureden, scharf verurteilt: „Die
heutige Presseerklärung des BLLV ist ein einziges Dokument
verbandspolitischer Verantwortungslosigkeit. Die völlig überzogene
Anklagerhetorik, mit der hier versucht wird, die Arbeit der
bayerischen Lehrkräfte zu diffamieren, ist unerträglich. Das
zerrbildhafte Verzeichnen unseres Schulsystems durch den
BLLV-Präsidenten dient einzig dem Versuch, die Gesamtschule in
Bayern mit aller Gewalt herbeizureden. Da seinem Präsidenten
offensichtlich vernünftige Argumente für die Gesamtschule fehlen,
verlegt er sich auf das böse Spiel von Panikmache und
Verunsicherung. Mit diesem ideologischen Kurswechsel stößt er
selbst in den eigenen Reihen zunehmend auf Unverständnis.“
Aktuelle Studie: Nur 7,7
Prozent der Schüler mit Sorge vor Übertritt
Ins Land der Fabel gehört laut
Schmidt die heute wieder einmal erhobene zentrale Behauptung, der
‚Auslesedruck mache Schüler krank’. Das Dortmunder Institut für
Schulentwicklungsforschung kommt dagegen in seiner aktuellen
Untersuchung zu dieser Thematik wörtlich zu dem Ergebnis:
„Entgegen den bisherigen Vermutungen zeigen die Ergebnisse, dass
beim weitaus größten Teil der Schüler am Ende der vierten Klasse
die Vorfreude deutlich höher ausfällt als die Besorgnis –
lediglich 7,7 Prozent aller Schüler machen sich in dieser Phase
Sorgen um den Wechsel.“ Der bpv-Vorsitzende verwies auch auf eine
heute veröffentlichte Umfrage der ‚Augsburger Allgemeinen’. Trotz
vieler überaus kritischer Beiträge, die gerade in den letzten
Wochen über das Schulsystem bayern- wie deutschlandweit durch die
Medien gingen, hatte eine klare Mehrheit unter den 4.300 Lesern
die Frage „Sind Sie zufrieden mit der Schule Ihrer Kinder?’ mit
‚Ja’ geantwortet.
Schmidt abschließend: „Die
Einheitsschule ist nicht die Lösung für unsere schulpolitischen
Probleme, sie wäre vielmehr der Kern einer von vielen ungeahnten
Problemlawine. Statt sich darauf zu konzentrieren, Ängste zu
schüren, sollten alle Beteiligten sich daher auf das Ziel
konzentrieren, im Rahmen unseres bestehenden Schulsystems wirklich
etwas für unsere Schülerinnen und Schüler bewegen zu können.
Vernünftige Ideen, wie die individuelle Förderung verstärkt werden
kann, gibt es schon jetzt für jede Schulart.“ |