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„Bayerns Abiturienten sind durch ihre Lehrkräfte gut auf
die Anforderungen des Abiturs vorbereitet worden“, ist der
Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt
überzeugt. Zwar habe er als Kollegstufenbetreuer während der
vergangenen Wochen wieder einmal die steigende Spannung unter den
Schülerinnen und Schülern hautnah erlebt, angesichts der
langjährigen bayerischen Erfolgsquote zwischen 98 und 99 Prozent
hätten die allerwenigsten Schüler aber echten Grund zur Besorgnis.
Neuer
Gesetzentwurf der Staatsregierung ermöglicht „Eignungsfeststellung
für die Mehrzahl der Studiengänge bzw. der Studienanfänger“
Mit Blick auf die Initiative von Kultusminister Siegfried
Schneider zu einem gemeinsamen 5-Länder-Abitur sagte der
bpv-Vorsitzende: „Bestrebungen der Kultusminister, die Qualität
des Abiturs länderübergreifend zu sichern oder sogar noch zu
steigern, dürfen durch die ständige Ausweitung von
Hochschuleingangsprüfungen nicht konterkariert werden. Was nutzen
all diese Bemühungen, was nutzt die ganze Anstrengungsbereitschaft
der Schüler, wenn es die Politik andererseits den Universitäten
immer leichter macht, Bewerbern die Türe vor der Nase
zuzuschlagen?“ So enthält etwa der „Gesetzentwurf der
Staatsregierung zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und
des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes“ vom 08.04.2008 die
Möglichkeit zu einer nochmaligen, deutlichen Ausweitung
sogenannter Eignungsfest-stellungsverfahren. Wörtlich heißt es in
dem Gesetzesentwurf: „Die Änderung erlaubt es bei Vorliegen der
Voraussetzungen auch, die Eignungsfeststellung für die Mehrzahl
der Studiengänge bzw. der Studienanfänger einer Hochschule
durchzuführen.“ Schmidt dazu abschließend: „ Hier ist mehr
Abstimmung innerhalb der Politik notwendig. Wenn man mehr
Gleichwertigkeit zwischen den Ländern will, geht das nur über die
Beibehaltung des Abiturs als allgemeine
Hochschulzugangsberechtigung.“ |