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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 24.04.2008
 

Am Freitag beginnen in Bayern die schriftlichen Abiturprüfungen

Philologenverband: Anstrengungsbereitschaft muss sich lohnen – Gegen flächendeckende Hochschuleingangsprüfungen

 

„Bayerns Abiturienten sind durch ihre Lehrkräfte gut auf die Anforderungen des Abiturs vorbereitet worden“, ist der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt überzeugt. Zwar habe er als Kollegstufenbetreuer während der vergangenen Wochen wieder einmal die steigende Spannung unter den Schülerinnen und Schülern hautnah erlebt, angesichts der langjährigen bayerischen Erfolgsquote zwischen 98 und 99 Prozent hätten die allerwenigsten Schüler aber echten Grund zur Besorgnis.

Neuer Gesetzentwurf der Staatsregierung ermöglicht „Eignungsfeststellung für die Mehrzahl der Studiengänge bzw. der Studienanfänger“

Mit Blick auf  die Initiative von Kultusminister Siegfried Schneider zu einem gemeinsamen 5-Länder-Abitur sagte der bpv-Vorsitzende: „Bestrebungen der Kultusminister, die Qualität des Abiturs länderübergreifend zu sichern oder sogar noch zu steigern, dürfen durch die ständige Ausweitung von Hochschuleingangsprüfungen nicht konterkariert werden. Was nutzen all diese Bemühungen, was nutzt die ganze Anstrengungsbereitschaft der Schüler, wenn es die Politik andererseits den Universitäten immer leichter macht, Bewerbern die Türe vor der Nase zuzuschlagen?“ So enthält etwa der „Gesetzentwurf der Staatsregierung zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und des Bayerischen Hochschulpersonalgesetzes“ vom 08.04.2008 die Möglichkeit zu einer nochmaligen, deutlichen Ausweitung sogenannter Eignungsfest-stellungsverfahren. Wörtlich heißt es in dem Gesetzesentwurf: „Die Änderung erlaubt es bei Vorliegen der Voraussetzungen auch, die Eignungsfeststellung für die Mehrzahl der Studiengänge bzw. der Studienanfänger einer Hochschule durchzuführen.“ Schmidt dazu abschließend: „ Hier ist mehr Abstimmung innerhalb der Politik notwendig. Wenn man mehr Gleichwertigkeit zwischen den Ländern will, geht das nur über die Beibehaltung des Abiturs als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.“


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, E-Mail: Pressestelle des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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