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Der Vorsitzende des Bayerischen
Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat Bund und Länder dazu
aufgefordert, die vor Jahren gekürzten Gehälter des
Lehrernachwuchses deutlich anzuheben: „Die heute beim
‚Bildungsgipfel’ von Bundeskanzlerin Merkel besprochenen Ziele,
den Bogen der Anstrengungen für eine bessere Bildung vom
Kindergarten über die Schule bis zur Hochschule zu spannen, sind
sehr ambitioniert. Die Gehälter des zur Umsetzung erforderlichen
Personals sind es nicht. Auch deswegen ist der Lehrermangel
derzeit so gravierend. Der Lehrerberuf muss daher von Anfang an
auch finanziell wieder attraktiver werden.“
Derzeit, so
Schmidt, wirke die Aussicht auf eine 50- bis 60-Stunden-Woche
zum Lohn eines Maurer- oder Binnenschiffer-Lehrlings eher
abschreckend als einladend: „Studienreferendare erhalten knapp
über 1.000 Euro. Eine pauschale Erhöhung um 50 Prozent ist da
ein längst überfälliger und angemessener Schritt zur
Wiederherstellung einer größeren Attraktivität des Lehramtes.
Politiker beschwören zwar wortreich den Wert von Schule und
Bildung, gleichzeitig tun sie aber zu wenig dafür, den
Lehrerberuf für interessierte und ambitionierte junge Menschen
wieder attraktiv zu machen. Damit muss Schluss sein. Wichtiger
als die Verpflichtung der Schulen und Hochschulen auf ehrgeizige
Quoten wäre es, ganz nüchtern die gegenwärtig existierenden
Probleme anzupacken: Das fängt bei der Bezahlung des Nachwuchses
an und hört bei der Gewährleistung förderlicher
Arbeitsbedingungen für alle auf.“ |