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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 18.02.2008
 

Philologenverband bietet Kultusministerium konstruktive Gespräche über Verbesserungen beim Gymnasium an

Schmidt: Bessere Rahmenbedingungen statt weitere Kürzungen

 

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat sich offen für die Idee von Kultusminister Siegfried Schneider gezeigt, die Ganztagesangebote an den bayerischen Gymnasien auszuweiten. Mit dem von Schneider für das G8 avisierten ‚rhythmisierten Ganztagsunterricht an zwei bis drei Tagen’  komme der Minister den Vorstellungen des Philologenverbandes sehr nahe. „Darüber können und müssen wir sprechen“, sagte Schmidt am Rande einer Vorstandssitzung seines Verbandes in München. „Die Politik muss sich aber über eines klar sein: Bessere Rahmen-bedingungen für Schüler und Lehrer sind von den Schulen nicht kostenneutral zu stemmen. Das geht nur über eine verbesserte personelle und räumliche Ausstattung“, so Schmidt weiter. Für einen geregelten Ganztagesbetrieb brauchen Schulen weitere Aufenthalts- und Arbeitsräume sowie mehr Lehr- und zusätzlich Betreuungspersonal.

Pädagogische Assistenten für alle Gymnasien

Baden-Württemberg plane an Ganztagsschulen den Einsatz von pädagogischen Assistenten zur Unterstützung der Lehrkräfte. Auch für Bayern sind dem bpv konkrete Überlegungen bekannt, ein entsprechendes Berufsbild zu etablieren. „Dieses Modell klingt vielversprechend. Schon zwei bis drei pädagogische Assistenten pro Gymnasium könnten entscheidend dazu beitragen, alle Beteiligten spürbar zu entlasten und Schüler individueller zu fördern“, warb Schmidt. Gerade mit Blick auf den Erhalt der Abiturqualität sei dies wesentlich sinnvoller als nochmalige Stoff- und Stundenkürzungen zu propagieren.

Schulische Wissenslücken infolge Kürzungen gefährden allgemeine Hochschulreife

„Vor einem weiteren Zusammenstreichen der Stundentafeln und der Lehrpläne kann ich nur noch einmal warnen. Schulen vermitteln Wissen und Können schließlich nicht zum Selbstzweck. Das geschieht immer mit Blick auf die Anforderungen der Hochschulen. Die allgemeine Studierfähigkeit ist aber mit weiteren Einschnitten in die Lehrpläne und die Stundentafeln kaum noch zu gewährleisten. Flächendeckende Hochschuleingangs-prüfungen, privat zu finanzierende, zeitlich aufwändige Studienvorbereitungskurse und steigende Studienabbrecherzahlen wären aber die Folgen weiterer Kürzungen“, machte Schmidt auf diese kaum bedachten Zusammenhänge aufmerksam.


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, E-Mail: Pressestelle des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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