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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 17.11.2008
 

Erinnerungsveranstaltung zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Karl Bosl an der Ludwig-Maximilians-Universität München – Herausragender Historiker, Bewahrer des gegliederten Schulwesens und  Wiederbegründer des Bayerischen Philologenverbandes

 

Zur Erinnerung an den 100. Geburtstag von Prof. Dr. Karl Bosl (11.11.1908 – 18.01.1993) veranstaltet das Institut für Bayerische Geschichte der Münchner Ludwig-Maximilians-Uni­versität heute eine Gedenkveranstaltung mit zwei Vorträgen von Prof. Dr. Ferdinand Kramer und Prof. Dr. Werner K. Blessing. Sie beginnt um 17.00 Uhr in den Institutsräumen in der Münchner Ludwigstraße 14.

Prof. Dr. Karl Bosl lehrte von 1953 bis 1977 zunächst in Würzbug und dann in München Geschichte. Als Ordinarius für Bayerische Landesgeschichte und Vorsitzender des Kollegiums Carolinum sowie der Kommission für Landesgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erwarb er sich über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus höchstes Ansehen.

 

Bewahrer des gegliederten Schulwesens in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg

 

Weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutsam ist das bildungspolitische Wirken Bosls nach dem Zweiten Weltkrieg: 1949 stellte er bei der amerikanischen Militärregierung den Antrag auf Wiederzulassung des Bayerischen Philologenverbandes. Als dessen Wiederbegründer und Vorsitzender von 1949 bis 1954 setzte er sich entschieden für den schulischen Wiederaufbau in Bayern ein. Gegen die Absicht der Amerikaner, ein Einheitsschulsystem einzuführen, gelang es ihm durchzusetzen, dass das gegliederte Schulwesen erhalten blieb. Darüber hinaus zählt Bosl zu den Initiatoren der Gründung  der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV).

Als ehemaliger Studienrat war Bosl auch ein steter Förderer der Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Universität; beide, so war er überzeugt, könnten nur dann wirklich gedeihen, wenn sie sich ihrer Zusammengehörigkeit stets bewusst seien.

Große berufspolitische Verdienste erwarb sich Bosl auch durch sein engagiertes Eintreten für eine angemessene Besoldung junger Gymnasiallehrer, das in die damals berühmten "Assessorenprozesse" mündete, die den Staat schließlich zu einer Anhebung der Assessorengehälter zwangen.

 

„Unbeirrt von Widerständen und mit großer Beharrlichkeit ist  Prof. Dr. Karl Bosl in den schwierigen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg für seine schul- und bildungspoliti­schen Überzeugungen eingetreten. Als Historiker wie als Bildungspolitiker hat er wahrhaft Außerordentliches geleistet. Das bayerische Schulwesen und der Bayerische Philolo­genverband bleiben ihm dauerhaft zu größtem Dank verpflichtet“, würdigte bpv-Vor­sitzender Max Schmidt den Wiederbegründer des Philologenverbandes in Bayern.


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, E-Mail: Pressestelle des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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