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Anlässlich der am Freitag stattfindenden
feierlichen Entlassungsfeiern an den Gymnasien hat der
Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt
darauf hingewiesen, dass sich bayerische Abiturienten
offensichtlich besonders gut auf die Anforderungen eines
Studiums vorbereitet sehen und überwiegend optimistisch in die
Zukunft blicken. „Mit einer Quote von gut 75 Prozent ist die
Studierbereitschaft unserer Abiturienten die höchste in West-
und die dritthöchste in Gesamtdeutschland. Der Wunsch, nach dem
Abitur auch tatsächlich ein Studium aufzunehmen, ist auch heuer
ungebrochen“, formuliert Schmidt seine Beobachtung als
Kollegstufenbetreuer am Gymnasium Grafing. Tatsächlich
attestieren Studien dem Freistaat im bundesdeutschen Vergleich
besonders günstige Betreuungsrelationen an seinen Hochschulen,
die kürzesten Studienzeiten und ganz besonders gute Chancen auf
einen entsprechenden Arbeitsplatz.
Umsetzung der
neuen Oberstufe als Nagelprobe für achtjähriges Gymnasium
„Mit der
Einführung eines explizit wissenschaftspropädeutischen Seminars
in der 2009 beginnenden neuen Oberstufe des Gymnasiums hat
Bayern eine strukturelle Voraussetzung dafür geschaffen, dass
unsere Studenten auch in Zukunft ihr Studium mit gutem Erfolg
abschließen und einen adäquaten Arbeitsplatz finden können. Dazu
darf aber bei den konkreten Arbeitsbedingungen für Schüler und
Lehrer nicht geknausert werden: 15 Schüler in den Seminar-, 20
in den Abitur- und 25 Schüler in allen anderen Fächern sind die
Obergrenze dessen, was in der Oberstufe im Hinblick auf eine
gute Studien- und Berufsvorbereitung sinnvoll und machbar ist.
Die Umsetzung der neuen Oberstufe wird damit zur eigentlichen
Nagelprobe für die Qualität des achtjährigen Gymnasiums werden“,
erklärte der bpv-Vorsitzende abschließend. |