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Auf Kritik beim Bayerischen
Philologenverband (bpv) ist der heutige Auftritt des Bayerischen
Lehrerinnen- und Lehrerverbandes zum achtjährigen Gymnasium
gestoßen: „Der BLLV als Grund- und Hauptschullehrerverband verfügt
weder über die Kompetenz noch über die Mitglieder an den
bayerischen Gymnasien, um sich qualifiziert über die Zustände und
die Zukunft dieser Schulart äußern zu können“, stellte der
Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt fest.
Der BLLV sei praktisch an keinem Gymnasium Bayerns mit Mitgliedern
vertreten. Dagegen sei der Bayerische Philologenverband mit seinen
rund 23.000 Mitgliedern an den Gymnasien fest verwurzelt und
erziele bei Hauptpersonalratswahlen regelmäßig Wahlergebnisse von
rund 80 Prozent.
Der bpv-Vorsitzende äußerte
seine große Verwunderung darüber, dass der Grund- und
Hauptschullehrerverband nun eigene ‚Lösungsansätze für ein
erfolgreiches achtjähriges Gymnasium’ ankündige, sein Präsident
Klaus Wenzel aber gleichzeitig ganz vehement die Einführung der
Gesamtschule in Bayern und damit die Abschaffung des Gymnasiums
betreibe. Angesichts einer solch widersprüchlichen Verbandspolitik
dränge sich „der Verdacht auf, dass da jemand mit gespaltener
Zunge“ spreche. Der bpv-Vorsitzende empfahl dem BLLV abschließend,
sich zukünftig wieder auf die Stärkung der Hauptschule zu
konzentrieren: „Zuletzt hatte man den Eindruck, der Einsatz des
BLLV für die Hauptschule beschränke sich darauf, dieser Schulart
das Totenglöcklein zu läuten.“ Vor diesem Hintergrund wundere er
sich nicht über Äußerungen von Hauptschullehrkräften, die sich von
der derzeitigen Politik der BLLV-Spitze in ihren Interessen nicht
mehr vertreten fühlten. |