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„Die heute von Kultusminister
Schneider bekannt gegebenen Zahlen zur Lehrerversorgung an den
Gymnasien überraschen mich nicht. Sie liegen recht genau im
Rahmen unserer Erwartungen. Erste Anzeichen einer Entspannung
wird es frühestens zum kommenden Schuljahr geben, jedoch noch
nicht in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern.“ Damit
sei, so der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv)
Max Schmidt weiter, jetzt klar: „Den Gymnasien steht ein
weiteres schwieriges Schuljahr bevor. Trotz Volleinstellung in
fast allen Fächern wird es schon ein Erfolg sein, wenn es
überall gelingt, den Stand der Unterrichtsversorgung des
vergangenen Schuljahres zu sichern.“
Nachqualifizierte
Grundschullehrer für den Hauptschulumbau
Mit Blick auf den von
Kultusminister Schneider verkündeten weiteren Umbau der
Hauptschulen schlug der bpv-Vorsitzende vor,
Grundschullehrkräfte für den Einsatz an dieser Schulart
nachzuqualifizieren: „Im Hinblick auf den Umbau der Hauptschule
zu einer stark berufsvorbereitenden Ganztagsschule liegt es
nahe, sich darüber stärker Gedanken zu machen. So könnte
einerseits die Zahl der arbeitslosen Grundschullehrkräfte
verringert und andererseits der durch die Reform wachsende
Bedarf an Hauptschullehrkräften gedeckt werden“, warb Schmidt
für diese Idee. Der bpv-Vorsitzende erinnerte daran, dass Bayern
schon einmal ein vergleichbares Programm gestartet hatte:
Bereits vor Jahren war damit begonnen worden,
Realschullehrkräfte für den Einsatz an Fachoberschulen
nachzuqualifizieren.
Berufliche Oberschulen mit
ähnlichen Problemen wie Gymnasien
Vor großen Herausforderungen
stünden auch heuer wieder die beruflichen Oberschulen: „So
erfreulich der anhaltende Boom von Fachober- und
Berufsoberschulen mit einem Schülerplus von 17,7 (FOS) und 11,0
(BOS) Prozent auch ist: Die stark steigenden Klassenstärken
erschweren nicht nur die qualifizierte Vorbereitung der
Schülerinnen und Schüler. Sie sind außerdem ein starkes Indiz
für den öffentlich kaum beachteten Lehrermangel an diesen
beiden relativ kleinen, aber immer wichtiger werdenden
Schularten“, warb Schmidt abschließend um Unterstützung auch für
die beruflichen Oberschulen. |