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In der Pressemiteilung vom
09.09.2008 ist uns ein Fehler unterlaufen: „World of Warcraft“
ist natürlich kein Beispiel eines für besondere Brutalität
bekannten Spiels und nicht vergleichbar mit Shootern wie etwa „Counterstrike“
oder „Manhunt“. – Danke für die zugesandten Hinweise auf dieses
Versehen! –
Anbei unsere entsprechend geänderte
Pressemitteilung:
Max Schmidt: „Medienerziehung kann nicht alle
Gefahren ‚wegpädagogisieren’
Die angekündigte Bundesrats-Initiative Bayerns für ein gesetzliches
Verbot zur Herstellung und zum Vertrieb sogenannter
„Killerspiele“ wird vom Bayerischen Philologenverband (bpv)
unterstützt.
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz von
Kultusstaatssekretär Sibler zur Problematik der PC-Spiele sagte
Verbandsvorsitzender Max Schmidt: „Natürlich ist der Computer
mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ein höchst
attraktives Gerät für Kinder und Jugendliche. Wir beobachten,
dass er selbst bei jungen Schülern den Fernseher als Leitmedium
vielfach schon verdrängt hat. Als Lehrer sind wir aber immer
wieder erschrocken darüber, dass viele Kinder und Jugendliche
zwar technisch höchst versiert im Umgang mit dem PC sind, dass
sie den im Internet lauernden und durch brutale PC-Spiele
drohenden Gefahren aber völlig arglos und unbedarft
gegenüber-stehen.“ Nach einer jüngst veröffentlichten Studie
der Universität Frankfurt etwa spielten erstaunliche 60 Prozent
der befragten 13- bis 15-Jährigen mehr als 30 Stunden
wöchentlich Online-Computerspiele. Eine weitere aktuelle Studie
beziffert den Anteil der computerspielsüchtigen Zehn- bis
20-Jährigen auf elf Prozent.
Vor diesem Hintergrund entwickle sich aufklärende und sensibilisierende
Mediener-ziehung für
Lehrkräfte zu einem immer wichtigeren Bestandteil des
schulischen Bildungsauftrages, erklärte Schmidt. Der von
Staatssekretär Sibler verkündete Weg, in Bayern die
Medienerziehung an allen Schularten zu intensivieren und zu
systematisieren, sei, so der bpv-Vorsitzende weiter, „richtig
und wird von uns voll unterstützt. Aber allein die pädagogische
Intervention und die Zusammenarbeit mit den Eltern reichten
nicht aus: „Schulische Aufklärung kann nicht alle Gefahren
‚wegpädagogisieren`. Flankierend brauchen wir ein gesetzliches
Verbot der Herstellung und des Vertriebs besonders brutaler und
menschenverachtender PC-Spiele. Denn sie gefährden die
individuelle Entwicklung junger Menschen und erhöhen
nachgewiesener-maßen die Gefahr, dass labile Jugendliche auch im
realen Leben auf Muster der gewalttätigen Konfliktlösung
zurückgreifen.“ Allein auf die freiwillige Selbstkontrolle der
Hersteller zu setzen, greife angesichts der tangierten
wirtschaftlichen Interessen der Produzenten zu kurz . |