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Staatsregierung erfüllt mit Investitionen ins Gymnasium
Forderungen des bpv
Als „richtigen Schritt und hoffnungsvolles
Signal“ hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbande Max
Schmidt die heutige Ankündigung von Vertretern der Staatsregierung
und der CSU-Fraktion bezeichnet, dem Gymnasium weiteres dringend
benötigtes Personal und zusätzliche Mittel zur Verbesserung der
schulischen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen zu wollen.
Offensichtlich hätten Staatsregierung und CSU-Fraktion nun
verstanden, dass die geänderten organisatorischen Erfordernisse
eines achtjährigen Gymnasiums höhere Anforderungen auch in
personeller wie finanzieller Hinsicht stellten. Zu einer echten
Bildungsinitiative gehöre es, nun den beschrittenen Weg
weiterzugehen und ein stimmiges Gesamtkonzept für das achtjährige
Gymnasium vorzulegen, anstatt eine Politik des „Durchwurschtelns“
von Schuljahr zu Schuljahr zu betreiben, die alle Beteiligten
verunsichere und verärgere.
Aussagen über Unterrichtsabdeckung im kommenden Schuljahr verfrüht
Noch unsicher ist nach Ansicht des
Philologenverbandes allerdings, ob die rund 830 zugesagten
„Stellenäquivalente“ für die Gymnasien und die rund 100 Stellen
für die Fachober- und Berufsoberschulen auch tatsächlich mit
qualifizierten Lehrkräften „aus Fleisch und Blut“ besetzt werden
könnten. Das hänge maßgeblich auch von der Entwicklung der
Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr ab, die noch nicht
bekannt sei. Aussagen über die Möglichkeit, den Unterricht im
kommenden Jahr tatsächlich auch vollständig abzudecken, seien
daher zu diesem Zeitpunkt verfrüht.
Als „sehr hilfreich“ bezeichnete Schmidt den
Beschluss, jeder Schule noch einmal zusätzlich 10.000.- Euro zur
Verfügung zu stellen. „Damit können die Gymnasien erforderliches
Betreuungs- und Aufsichtspersonal engagieren, was unsere
Lehrkräfte ein Stück weit von diesen Aufgaben entlasten wird“,
hofft der Chef des Philologenverbandes.
Reduzierung der Klassengrößen auf 30 am
Gymnasium als „lobenswertes Etappenziel“
Als „ermutigend“ bezeichnete Schmidt auch die
Ankündigung, die Klassengrößen an allen Schularten sukzessive auf
ein pädagogisch erträgliches Maß zurückzuführen. „Vernünftige
Klassengrößen sind nun einmal eine Grundvoraussetzung für
erfolgreiches Lernen und Lehren in der Schule“, betonte der
bpv-Vorsitzende. Bei dem heute formulierten Ziel, an den Gymnasien
keine Klasse mehr über 30 zu haben, könne es sich demnach nur um
ein „lobenswertes Etappenziel“ handeln. Schmidt forderte die
Staatsregierung auf, auch die Klassengrößen in der neuen Oberstufe
im Auge zu behalten: „15 Schüler in den Seminarfächern, 20 in den
verpflichtenden Abiturfächern und 25 in allen anderen Fächern
sind die Obergrenze dessen, was für Schüler und Lehrer machbar und
zumutbar ist“, forderte Schmidt abschließend. |