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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 02.04.2008
 

Mehr Lehrer und Mittel lassen Gymnasien hoffen

 

Staatsregierung erfüllt mit Investitionen ins Gymnasium Forderungen des bpv

Als „richtigen Schritt und hoffnungsvolles Signal“ hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbande Max Schmidt die heutige Ankündigung von Vertretern der Staatsregierung und der CSU-Fraktion bezeichnet, dem Gymnasium weiteres dringend benötigtes Personal und zusätzliche Mittel zur Verbesserung der schulischen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen zu wollen. Offensichtlich hätten Staatsregierung und CSU-Fraktion nun verstanden, dass die geänderten organisatorischen Erfordernisse eines achtjährigen Gymnasiums höhere Anforderungen auch in personeller wie finanzieller Hinsicht stellten. Zu einer echten Bildungsinitiative gehöre es, nun den beschrittenen Weg weiterzugehen und ein stimmiges Gesamtkonzept für das achtjährige Gymnasium vorzulegen, anstatt eine Politik des „Durchwurschtelns“ von Schuljahr zu Schuljahr zu betreiben, die alle Beteiligten verunsichere und verärgere.

Aussagen über Unterrichtsabdeckung im kommenden Schuljahr verfrüht

Noch unsicher ist nach Ansicht des Philologenverbandes allerdings, ob die rund 830 zugesagten „Stellenäquivalente“ für die Gymnasien und die rund 100 Stellen für die Fachober- und Berufsoberschulen auch tatsächlich mit qualifizierten Lehrkräften „aus Fleisch und Blut“ besetzt werden könnten. Das hänge maßgeblich auch von der Entwicklung der Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr ab, die noch nicht bekannt sei. Aussagen über die Möglichkeit, den Unterricht im kommenden Jahr tatsächlich auch vollständig abzudecken, seien daher zu diesem Zeitpunkt verfrüht.

Als „sehr hilfreich“ bezeichnete Schmidt den Beschluss, jeder Schule  noch einmal zusätzlich 10.000.- Euro zur Verfügung zu stellen. „Damit können die Gymnasien erforderliches Betreuungs- und Aufsichtspersonal engagieren, was unsere Lehrkräfte ein Stück weit von diesen Aufgaben entlasten wird“, hofft der Chef des Philologenverbandes.

Reduzierung der Klassengrößen auf 30 am Gymnasium als „lobenswertes Etappenziel“

Als „ermutigend“ bezeichnete Schmidt auch die Ankündigung, die Klassengrößen an allen Schularten sukzessive auf ein pädagogisch erträgliches Maß zurückzuführen. „Vernünftige Klassengrößen sind nun einmal eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen und Lehren in der Schule“, betonte der bpv-Vorsitzende. Bei dem heute formulierten Ziel, an den Gymnasien keine Klasse mehr über 30 zu haben, könne es sich demnach nur um ein „lobenswertes Etappenziel“ handeln.  Schmidt forderte die Staatsregierung auf, auch die Klassengrößen in der neuen Oberstufe im Auge zu behalten: „15 Schüler in den Seminarfächern, 20 in den verpflichtenden Abiturfächern und 25 in allen anderen Fächern  sind die Obergrenze dessen, was für Schüler und Lehrer machbar und zumutbar ist“, forderte Schmidt abschließend.


Für den Inhalt verantwortlich: Peter Missy, Pressesprecher des bpv, E-Mail: Pressestelle des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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