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PRESSEMITTEILUNGEN

 
Pressemitteilung vom 28.03.2007
 

Vom G8 zum Gymnasium

Ideen des Bayerischen Philologenverbands zur Behebung der Mängel im G8

 

Qualität sichern - Belastungen reduzieren

bpv stellt Reformkonzept „Vom G8 zum Gymnasium" vor und weist LEV- Forderungen nach Stundenkürzungen und Lehrplanreform zurück

 

Der Bayerische Philologenverband (bpv) nimmt die Sorgen der Eltern um die Belastungen im G8 ernst. „Wenn ein Viertel der Schüler auf Nachhilfe angewiesen ist, läuft etwas verkehrt“, kommentierte der Verbandsvorsitzende Max Schmidt die Ergebnisse einer Elternumfrage der Landeselternvereinigung der Gymnasien (LEV).

Qualitätsabbau ist keine Lösung

Der bpv sieht die Lösung allerdings nicht in weiteren Stundenkürzungen und so genannten „Lehrplanentrümpelungen“, wie sie der LEV vorschweben: „Wer etwa Shakespeare für verzichtbar hält und Fremdsprachenunterricht auf den praktischen Einsatz im Alltag reduzieren will, offenbart nicht nur sein Unverständnis für grundlegende Bildungsinhalte, der demontiert auch den Wert der Hochschulreife und redet der Abschaffung des Gymnasiums das Wort“, kritisierte Schmidt. „Ein minderwertiges Abitur zieht fast zwangsläufig ein privat finanziertes Vorbereitungsjahr fürs Studium nach sich. Damit ist weder Schülern noch Eltern gedient, weil soziale Disparitäten verstärkt würden.“

Wer das G8 will, muss Schüler auch adäquat fördern

Der bpv dagegen fordert eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für den partiellen Ganztagsbetrieb sowie eine deutlich verbesserte individuelle Förderung. Details dazu hat der Verband heute im Rahmen seines Konzepts „Vom G8 zum Gymnasium“ vorgestellt, das der Presseerklärung beiliegt. „Wir setzen auf Maßnahmen, die gymnasiale Substanz sichern und gleichzeitig die übergroße Belastung für Schüler und Lehrer reduzieren“, erklärte Schmidt. Wenn all das nicht funktioniere, bliebe ja immer noch der Weg zurück zum G9.

Politik muss endlich ihre Wechsel einlösen

Doch zunächst sei es notwendig, dass die Politik nach drei Jahren endlich materiell und personell der Tatsache Rechnung trägt, dass sie eine partielle Ganztagsschule eingeführt hat, die eine entsprechende Ausstattung braucht. „Vor drei Jahren war das Gymnasium eine allseits akzeptierte und geachtete Institution. Heute, nach den Reformen, hagelt es nur noch Kritik“, gab Schmidt abschließend zu bedenken. „Dass in die Hauptschulen investiert werden soll, begrüßen wir nachdrücklich. Aber dass der Rohbau des G8 bei den Bildungsinvestitionen nicht einmal mehr genannt wurde, stimmt da schon bedenklich. Das G8 darf keine Bildungsruine werden.“


Für den Inhalt verantwortlich: Hergen Kicker, Pressesprecher des bpv  |  Adresse

 
 
   
   
   
   
   
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