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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.8.06
Unter der Überschrift „Absurd“ kommentiert die FAZ den geplanten Einsatz von Grundschullehrern an bayerischen Gymnasien:
„Irgendwie wir des Bayern schon gelingen, sich selbst den Spitzenplatz bei Schulleistungsvergleichen zu nehmen. Mitten in den Schulferien hat das Kultusministerium den Gymnasien die Möglichkeit gegeben, Grund-schullehrer, die keine Anstellung bekommen haben, im Unterstufen-unterricht zu beschäftigen. „Die Anstellung erfolgt in der Regel im nicht vertieft studierten Fach“, heißt es dort im schönsten Amtsdeutsch. Für die Grundschule reicht die Abschlussnote nicht aus, für das Gymnasium aber ohne weiteres? (...) Das untergräbt das ohnehin schon lädierte Ansehen des Lehrerberufs, offenbart eine verfehlte Einstellungspolitik und untergräbt die Qualität der Gymnasien.“
Nürnberger Nachrichten, 27.6.06
Einen anderen pädagogischen Fauxpas prangert CSU-Bundestagsabgeordnete Renate Blank an.
In ihrem Abwehrkampf gegen Pläne der Bundesregierung haben die organisie-rten Philologen vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium sich an Blank gewandt. Anlass:
Die Kosten „für Aufwendungen für dass häusliche Arbeitszimmer“ bei Lehr-kräften sollen nicht mehr steuerlich absetzbar sein. Die spöttische Antwort der Frau Abgeordneten lautet: „Eine Haushaltskonsolidierung macht zwin-gend notwendig, auch steuerliche Privilegien zu streichen, zumal Mitglieder des Bayerischen Philologenverbandes nicht am unteren Ende der Ein-kommensscala angesiedelt sind.“
Zudem kann sie es sich nicht ver-kneifen („da Sie sich ja beruflich mit Sprache beschäftigen und Schüler unterrichten“), auf das falsche dass dick unterstrichen hinzuweisen.
Na ja, Skala schreiben wir aber auch eher mit k, Frau Blank, andernfalls meinen wir nämlich das Mailänder Opernhaus.
HANS PETER REITZNER
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Bayerischer Philologenverband |
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